Beiträge von lost

    Was soll sich da auch ändern? Das Spielprinzip steht ja fest. Das lässt sich erweitern, aber ja nicht grundlegend umstrukturieren, sonst wäre es danach ja ein anderes Spiel.

    Ich gebe zu, dass mein ursprünglicher Beitrag an dieser Stelle etwas vage formuliert war und neutral gelesen werden muss. Deshalb noch einmal konkreter:

    Mir geht es nicht darum, das Spielprinzip auf links zu krempeln oder aus dem Leitstellenspiel ein völlig anderes Spiel zu machen. Das grundlegende Prinzip kann bestehen bleiben und trotzdem kann sich das Nutzererlebnis erheblich weiterentwickeln.

    Ein Smartphone bleibt schließlich ebenfalls ein Smartphone, obwohl Hersteller Bedienung, Darstellung, Design, Geschwindigkeit und Funktionszugänge regelmäßig überarbeiten. Nicht jede Weiterentwicklung verändert das Grundprinzip eines Produkts.

    Genau darum geht es mir beim Leitstellenspiel: um eine bessere Bedienbarkeit, eine zeitgemäßere Darstellung und eine klarere Informationsarchitektur. Beispielsweise weniger umständliche Modalfenster, ein Design, das der heutigen Informationsmenge besser gerecht wird, verständlichere Erklärungen, leichter auffindbare Funktionen und insgesamt eine Oberfläche, die sich stärker wie ein zusammenhängendes Spiel anfühlt.

    Das Spiel muss dafür weder komplett neu gestaltet noch grundlegend umstrukturiert werden. Es geht darum, das bestehende Fundament zu modernisieren und angenehmer nutzbar zu machen.

    Das Ganze ist ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen. Zunächst musste das Spiel aufgebaut werden, irgendwann ist einfach ein Punkt erreicht, wo das Spiel fertig ist. Gerade, wenn man sich anschaut, was für neue Inhalte hinzukommen, wird das klar ersichtlich. Früher mögen die Inhalte noch bahnbrechend gewesen sein, wenn beispielsweise ganze Organisationen neu eingeführt werden. Mitlerweile ist aber alles gängige schon drin, es folgen entsprechend Nischenerweiterungen. Dinge, wie die Lüftererweiterung sind einfach Spezialfahrzeuge, die nur deshalb eingeführt wurden, weil man irgendetwas neues einfügen will, es aber nichts wirklich wertvolles mehr gibt. Daher denke ich auch, dass Erweiterungen, wie der Abschleppdienst irgendwann angegangen werden. Das ist aktuell noch absolut unvorstellbar und wird zurecht abgelehnt, doch warten wir mal 10 Jahre, dann haben wir jedes Sonderfahrzeug aller BOS. Dann wird das Spiel aus dem BOS-Raum ausbrechen, ehe der Betreiber es als vollendet deklariert und zu den Akten legt.

    Wo genau liegt hier der Vergleich von Äpfeln mit Birnen?

    Du beschreibst vor allem die inhaltliche Entwicklung des Spiels: Anfangs kamen große Organisationen und grundlegende Systeme hinzu, inzwischen folgen zunehmend Spezialfahrzeuge und Nischenerweiterungen. Genau das bestreite ich überhaupt nicht.

    Mein Beitrag beschäftigt sich jedoch nicht primär mit der Frage, welches Fahrzeug oder welche Organisation noch ergänzt werden könnte. Mir geht es um die Bedienung, die Darstellung und das allgemeine Nutzungserlebnis. Diese Bereiche sind nicht automatisch fertig, nur weil die wichtigsten BOS-Inhalte bereits vorhanden sind.

    Im Gegenteil: Wenn der inhaltliche Kern weitgehend vollständig ist und neue Erweiterungen immer spezieller werden, wäre das aus meiner Sicht gerade der richtige Zeitpunkt, stärker in das bestehende Spiel zu investieren. Also vorhandene Systeme zu überarbeiten, Abläufe zu vereinfachen, Informationen besser aufzubereiten und die Oberfläche an heutige Anforderungen anzupassen.

    Natürlich muss nicht jedes Update bahnbrechend sein. Eine langfristige Entwicklung sollte aber einen erkennbaren roten Faden besitzen. Immer weitere Spezialfahrzeuge und Organisationen auf ein kaum modernisiertes Fundament zu setzen, macht das eigentliche Spielerlebnis nicht automatisch besser. Theoretisch kann man den Inhaltskatalog nahezu unbegrenzt erweitern und irgendwann aus dem Leitstellenspiel eine Art „Reallife-Simulator“ machen. Das beantwortet aber nicht die Frage, warum sich das eigentliche Spielerlebnis nach so vielen Jahren noch immer nahezu genauso anfühlt wie früher.

    Mehr Inhalt bedeutet eben nicht automatisch ein besseres Spiel.

    Erst einmal danke für die immense Arbeit, die du dir hier gemacht hast. Ich glaube, dass diese Retrospektive einigen dabei helfen kann, noch einmal auf die vergangenen Jahre zurückzublicken und vielleicht auch etwas daraus zu lernen.

    Für mich persönlich war das Ganze (auch wenn ich vieles zunächst nur überflogen habe) eine sehr ernüchternde Rückschau auf die vergangenen fast sechs Jahre.

    Gestern habe ich das Spiel wieder etwas aktiver gespielt und musste feststellen, dass sich für mich gefühlt kaum etwas verändert hat. Dabei muss ich allerdings auch sagen, dass ich auf bestimmte Dinge ein besonderes Augenmerk lege. Viele der größeren Updates haben mich schon damals nicht abgeholt, weshalb ich sie weitgehend ignoriert habe.

    Mein besonderes Augenmerk liegt auf der User Experience und genau dort fällt für mich am stärksten auf, wie wenig sich das Spiel über die Jahre verändert hat. Es fühlt sich in seiner Bedienung, seinen Abläufen und seinem gesamten Nutzererlebnis noch immer nahezu genauso an wie vor 13 Jahren. Natürlich sind neue Inhalte und Funktionen hinzugekommen, aber am eigentlichen Fundament des Spiels hat sich gefühlt kaum etwas getan.

    Viele Bedienwege wirken noch immer unnötig umständlich, zentrale Abläufe wurden kaum modernisiert und auch insgesamt vermittelt das Spiel nicht den Eindruck, über die Jahre grundlegend weiterentwickelt worden zu sein. Genau das finde ich nach dieser langen Zeit besonders ernüchternd.

    Stattdessen entsteht bei mir immer stärker der Eindruck, dass hauptsächlich neue Inhalte und Systeme auf das bestehende Spiel gesetzt werden, während das eigentliche Spielerlebnis und die Bedienbarkeit kaum grundlegend verbessert werden. Es wird immer mehr hinzugefügt, aber nur selten wirkt es so, als würde jemand einen Schritt zurücktreten und sich fragen, ob das vorhandene Fundament überhaupt noch zeitgemäß ist.

    Damals war das LSS für mich das Spiel in diesem Bereich. Ein einzelner Entwickler hat in vergleichsweise kurzer Zeit etwas geschaffen, das viele Menschen über Jahre hinweg begeistert und begleitet hat. Natürlich war auch damals nicht alles perfekt. Trotzdem hatte man das Gefühl, dass das Spiel eine klare Identität und Richtung besaß.

    Umso enttäuschender finde ich es, dass heute eine Firma mit deutlich mehr personellen und finanziellen Möglichkeiten hinter dem Spiel steht, sich dieser Fortschritt für mich aber nicht im eigentlichen Spielerlebnis widerspiegelt.

    Vielleicht sind meine Erwartungen auch zu hoch. Vielleicht liegt mein Fokus zu stark auf Dingen, die anderen Spielern weniger wichtig sind. Dennoch bleibt für mich die Frage, wie sich das Spiel entwickelt hätte, wenn ein größerer Teil der Ressourcen nicht nur in neue Inhalte, Events und Mechaniken, sondern auch in die konsequente Überarbeitung des bestehenden Spiels geflossen wäre.

    Nach fast sechs Jahren hätte ich nicht erwartet, zurückzukommen und an so vielen Stellen noch immer dieselben Gedanken zu haben wie damals. Genau das ist für mich das eigentlich Ernüchternde.

    Es geht mir dabei nicht darum, alles schlechtzureden oder denjenigen die Freude zu nehmen, die mit der aktuellen Entwicklung zufrieden sind. Aber vielleicht lohnt es sich, einmal darüber nachzudenken, ob „mehr Inhalt“ automatisch auch „ein besseres Spiel“ bedeutet oder ob es nicht längst an der Zeit wäre, das bestehende Fundament zu überarbeiten.

    uhhhh endlich wieder eine funktionierende Karte mit Wachen <3

    Wie sieht das Weltweit aus? Gibts da ne Option das ebenfalls anzubieten? :S

    Der Standortanzeiger mit dem ich aktuell arbeite verweigert immer öfter den Dienst leider...

    Könnte ich in einer kleinen Änderung aktivieren, muss mir nur durch rechnen wie viel es mich dann genau kostet. Aktuell kostet mich Deutschland nur die Domain und jeder Bau-Prozess einmal was.

    Danach sinds auf alle Fälle ein paar €/M

    Hi zusammen,

    es hat sich einiges getan, das Projekt war jetzt lange pausiert, hab aber das Thema wieder angefangen. Die Adresse der Seite hat sich nun auch geändert, dafür findet ihr nun Hydranten und Feuerwehren für DE auf einer Karte.

    Das mit den Fahrzeugen kommt in der Zukunft, wollte aber den aktuellen Stand mal teilen.
    Viel Spaß, bin gespannt was ihr dazu sagt :)

    https://open112.org

    Symptom statt Lösung?

    So fühlt sich das Thema für mich an. Wenn ich es richtig verstehe, basiert der Vorschlag auf zwei Hauptannahmen:

    • Man könne das System einfach aus der US-Version übernehmen ("in den USA funktioniert es ja")
    • Einsätze sollten besser an den geografischen Gegebenheiten ausgerichtet werden
    • IhR mÜsSt kEIne SoRGeN HaBeN iSt Ja FrEiWiLlIg

    Beide Ansätze klingen jedoch, als hätte man sich nicht wirklich Gedanken gemacht, was man damit erreichen will. Grundsätzlich sollte ein Feature doch immer auf einem tatsächlichen Kundenwunsch oder einem erkannten Bedarf basieren. Etwas nur deshalb zu übernehmen, weil es woanders funktioniert, ist unsinnig. Die Märkte sind nicht identisch, und es ist entscheidend, den eigenen Markt zu verstehen. Oder ist das Ganze vielleicht nur eine Maßnahme, um ein OKR zu erfüllen? Jedenfalls überzeugt mich das Argument "es funktioniert in anderen Varianten des Spiels" nicht.

    Wenn das Hauptargument darin besteht, dass die Einsatzgenerierung damit "realistischer" oder "präziser" wird, greift man meiner Meinung nach am eigentlichen Problem vorbei.

    Eine Wache als "ländlich" oder "städtisch" zu klassifizieren, ist schlichtweg an der Realität vorbei. In der Praxis wird eine Wache dort gebaut und dadurch erschließt sich der Typ sofort. Die einzige Option wäre eine Migration der Wachen, aber eine Spezialisierung nachträglich einzuführen, ist fachlich gesehen der schlechteste Ansatz. Ich möchte mich hier nicht in Begrifflichkeiten verlieren, aber wenn wir das Spiel-Lingo und die Aussagen der Community-Leiter betrachten, scheint es, dass eine Spezialisierung letztlich wieder an finanzielle Aspekte gebunden ist.

    Warum? Entweder man baut eine teure Großwache oder eine kleine Wache mit begrenzten Möglichkeiten auf dem Land. Die Unterscheidung sollte also bei den Baukosten und den damit verbundenen Einschränkungen und Spezialisierungen liegen – und nicht umgekehrt.

    Wo landen wir damit? Genau, bei den Kleinwachen, die es bereits gibt. Warum sollte man also nicht einfach die Einsatzgenerierung an diesen bestehenden Strukturen festmachen?

    Abschließend bleibt die Frage: Warum so kompliziert, wenn das eigentliche Problem nicht gelöst wird? Zudem ist das Ganze ja freiwillig und erschwert nur unnötig die Einsatzgenerierung, ohne die eigentliche Komplexität zu verringern. Bei einem historisch gewachsenen Projekt, das mit jeder Erweiterung instabiler und fehleranfälliger wird, scheint mir eine solche Aufteilung wenig förderlich für das Gesamtbild.

    UPDATE

    Moin zusammen, ich wollte euch erfreuliche Nachrichten bringen: Ich werde zu Ende des Jahres als hauptamtlicher Feuerwehrmann starten, bedeutet das ich mehr Zeit für dieses Projekt haben werde. Allerdings wird sich das noch etwas ziehen, da Ich erst in einem Jahr im Schichtdienst arbeite.

    Bis dorthin wird dennoch genug passieren, nur eben nicht so aktiv wie ab in einem Jahr dann :)